Favoritensiege und ein Abschied

Die Top-Teams der Liga konnten am 15. Spieltag dreifach punkten. Wolfsburg und München gewannen ihre Spiele nur mit einem knappen 1:0, dafür trafen die Verfolger Freiburg, Frankfurt und Potsdam um so häufiger. In Frankfurt wurde Ana-Maria Crnogorcevic vorzeitig verabschiedet, sie wechselt in die amerikanische Profiliga.

Am Samstag eröffneten die Münchenerinnen gegen die TSG Hoffenheim den Spieltag. Eine gut sortierte Abwehr und eine glänzend aufgelegt Frederike Abt im Tor der Hoffenheimerinnen machte das Tore schießen schwer. Nur Sara Däbritz gelang in der der 36. Minute ein Treffer. Dieser war allerdings äußerst sehenswert: Mit dem Rücken zum Tor nahm sie den Ball an, legte ihn sich selber auf und versenkten ihn in den Maschen. Auch der VfL Wolfsburg hatte Mühe mit dem Tore schießen gegen den abstiegsgefährdeten MSV Duisburg. Wie in so vielen Spielen des Spitzenreiters hieß die Tor-Versicherung Pernille Harder. In der 18. Minute erzielte Harder den einzigen Treffer der Partie. Sie liegt mit 14 Toren auf dem ersten Platz der Torschützinnenliste, gefolgt von Lina Magull mit zehn Treffern. Magull konnte sich, wie auch ihre Teamkollegin beim SC Freiburg Lena Petermannn, beim 6:0 gegen den 1. FC Köln dreimal in die Liste eintragen. Köln bleibt auf einem Abstiegsplatz, Freiburg auf dem dritten Tabellenplatz.

Die Turbinen aus Potsdam brauchten etwas Zeit um nach langer witterungsbedingter Spielpause in die Partie beim SV Werder Bremen zu kommen. Im Sturm lief von Beginn an erstmalig Lara Prasnikar auf. Sie traf in der 31. und 61. Minute und bereitete das dritte Tor für Sarah Zadrazil (64′). Bremen gelang in der 83. Minute das Anschlusstor durch Stephanie Goddard, doch Svenja Huth (88′) und Anna Gasper in der Nachspielzeit machten alles klar. Die SGS Essen konnte das Duell im Mittelfeld der Tabelle gegen den SC Sand für sich entscheiden. Die Tore beim 3:0 schossen Turid Knaak (29′, 61′) und Linda Dallmann (90′).

Der USV Jena überraschte mit einer frühen Führung durch Lisa Seiler (18′) die Frankfurter Gastgeberinnen. Kurz vor der Pause konnte Jackie Groenen ausgleichen und Lise Munk schnürte in der 59. und 72. Minute einen Doppelpack. Groenen (74′) erhöhte auf 4:1, bevor Jenas Tiffany Cameron in der 89. Minute zum 4:2-Endstand traf. Vor dem Spiel wurde Ana-Maria Crnogorcevic verabschiedet. Nach sieben Jahren verlässt sie vorzeitig Frankfurt um sich den Traum, einmal in der amerikanischen Liga zu spielen, zu erfüllen. Nach der Länderspielpause im April wechselt die Schweizer Nationalspielerin zum Meister Portland Thorns, schließt aber eine Rückkehr nach Frankfurt nicht aus.

Die wenigsten Zuschauer (425) sahen die Begegnung in München, die meisten kamen in die Stadien nach Wolfsburg (1.540) und Frankfurt (1.240). Der 16. Spieltag wird am Osterwochenende ausgespielt.

Titelfoto: Ana-Maria Crnogorcevic wechselt vom FFC Frankfurt zu den Portland Thorns in die USA - Foto: Uta Zorn

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