Go for Gold in Rio

Für das olympische Fußballturnier hat sich das deutsche Team viel vorgenommen: Sie wollen ins Finale nach Rio und im Maracana-Stadion um Gold spielen. Ein Titel, der noch in der Sammlung fehlt: Bei Olympia gab es bislang „nur“ Bronze (2000, 2004 und 2008). Das erste Gruppenspiel gegen Simbabwe wird am Mittwoch in Sao Paulo angepfiffen (23 Uhr live in der ARD). Deshalb wurde zum Abschluss der Olympia-Vorbereitung im Juli auch ein Testspiel gegen das ähnlich spielende Team aus Ghana ausgetragen. In Paderborn ließ das Trainerinnen-Team offensiv agieren: 11:0 hieß es am Ende mit Toren von Anja Mittag (4), Dzsenifer Marozsan (2), Sara Däbritz, Mandy Islacker, Kapitänin Saskia Bartusiak und Alex Popp. Das Toreschießen klappt also schon ganz gut, auch wenn die Gegnerinnen etwas überfordert waren. Wie sich die Abwehr gegen stärkere Teams schlägt, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall sah das neue System (für die Spezialistinnen unter euch: 4-3-3 statt bisher 4-2-3-1) sehr vielversprechend aus.

Der Olympia-Kader

Aus 26 Spielerinnen wurden 16 Feldspielerinnen und die beiden Torfrauen ausgewählt (s. Titelfoto). Silvia Neid betonte, dass es bei der Auswahl auf die Variabilität der Spielerinnen ankam. Vier weitere Spielerinnen sind auf Abruf mit in Brasilien, falls es schwerwiegende Verletzungen geben sollte: Lisa Weiß, Svenja Huth, Lina Magull und Kathrin Hendrich.

Wann und wie wird gespielt?

Die zwölf Teams spielen in drei Gruppen. Deutschland trifft nach Simbabwe noch auf Australien (6. Aug., 23 Uhr) und Kanada (9. Aug., 21 Uhr). Die sechs Gruppenersten und –zweiten sowie die beiden besten Dritten qualifizieren sich für das Viertelfinale. Interessant ist, dass alle Spiele eines Spieltages tatsächlich an einem Tag ausgetragen werden. Die nächtliche Zeitverschiebung vernachlässigt, lassen sich die Spieltage leicht merken: 3, 6, 9, 12, 16 und die Zusatzzahl heißt 19. August, wenn in Rio das Finale angepfiffen wird (22:30 Uhr, live in der ARD).

Wer sind die Favoritinnen?

Die Top 3-Favoritinnen des Turniers sind Deutschland, Frankreich und natürlich die amtierenden Weltmeisterinnen aus den USA, zum erweiterten Favoritenkreis zählen Brasilien und Schweden. Überraschen könnten auch die Kanadierinnen und die australischen Mathildas. China hat sich zwar an Stelle von Japan für Rio qualifizieren können, wird aber wie die Teams aus Südafrika, Simbabwe, Neuseeland und Kolumbien kaum eine Medaillenchance haben. Beenden die USA und das DFB-Team die Gruppenphase jeweils als Erste, könnte es zum Traumfinale kommen, denn die beiden Teams träfen sich dann erst im beim Endspiel wieder.

Wir drücken die Daumen, dass die Ära Silvia Neid erst im Finale in Rio endet, denn nach dem Turnier übernimmt Steffi Jones das Amt. Sie begleitet allerdings bereits seit gut einem Jahr die DFB-Auswahl als Co-Trainerin und ist auch in Rio dabei.

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Das Team für Olympia, reihenweise von links nach rechts: Anja Mittag, Saskia Bartusiak, Annike Krahn, Alex Popp, Simone Laudehr, Sara Däbritz,, Mandy Islacker, Almuth Schult, Melanie Behringer, Laura Benkrath, Leonie Maier, Tabea Kemme, Josephine Henning, Isabel Kerschowski, Dzsenifer Marozsan, Babett Peter, Melanie Leupolz und Lena Gößling. Fotos: Uta Zorn
Zuerst veröffentlicht am 02.08.2016 von L.MAG - Das Magazin für Lesben

http://www.l-mag.de/news-1010/fussball-in-rio.html

 

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