1. Spieltag: Schwacher Start von München und Wolfsburg

Der erste Spieltag der 27. Bundesliga Saison ist gespielt: Die Favoriten aus München und Wolfsburg ließen Punkte liegen. Frankfurt und Potsdam legen einen Traumstart hin. Sand, Essen und Freiburg starteten mit überzeugenden Leistungen. Das verspricht eine spannende Spielzeit.

Lena Petermann
Lena Petermann brachte Schwung in Freiburgs Offensive – Foto: Uta Zorn

Bayern München – SC Freiburg 1:1

Die Meisterinnen von Bayern München eröffneten die Saison mit einem Heimspiel gegen Freiburg. Die Freiburgerinnen waren von ihrem Trainer Jens Scheuer hervorragend eingestellt und ließen kaum Angriffe der Münchenerinnen zu. Durch einen Elfmeter, den Melanie Behringer gewohnt souverän verwandelte, ging München in der 51. Minute in Führung. Mit der Einwechslung von Lena Petermann bekam die Offensive von Freiburg zusätzlichen Schwung. Petermann legte in der 79. Minute für Hasret Kayikci auf. Ihr Kopfballtor war der verdiente Ausgleich für die Freiburgerinnen und gleichzeitig auch der Endstand.

SC Sand – VfL Wolfsburg: 0:0

Auch der VfL Wolfsburg kam über ein torloses Unentschieden beim SC Sand nicht hinaus. Es war wie schon in den vergangenen Begegnungen der beiden Vereine ein harter Kampf. Collin Bell kann mit seinem Trainerdebüt in Sand zufrieden sein. Auf Ralf Kellermann wartet noch einiges an Arbeit um aus seinen exzellenten Einzelspielerinnen ein schlagkräftiges Team zu formen, das in allen drei Wettbewerben ein Wörtchen mitreden will. Die Top-Neuzugänge von Wolfsburg, Anja Mittag und Sara Björk Gunnarsdottir, bekamen heute die ersten Einsatzminuten. Am kommenden Wochenende ist Bayer Leverkusen zu Gast, da könnte es mit der Torausbeute besser klappen.

Duisburg – Essen: 0:3

Zum Debüt der Aufsteigerinnen aus Duisburg in der Bundesliga kam es zum Aufeinandertreffen mit der SGS Essen. Trotz der 0:3-Niederlage war Trainerin Inka Grinks mit der Leistung ihrer Mannschaft zufrieden. Die Zuschauerinnen sahen ein abwechslungsreiche Partie mit vielen Torchancen und vielen Glanzparaden beider Torfrauen Lisa Weiß (Essen) und Meike Kämper (Duisburg). In der 24. Minute hatte Kämper allerdings gegen den wunderschönen Seitfallzieher von Lea Schüller keine Chance. Das 2:0 erzielte Linda Dallmann in der 49. Minute bevor Jacqueline Klasen in der 63. Minute für den 3:0-Endstand für Essen sorgte.

Das neue Offensiv-Trio von Turbine Potsdam: Felicitas Rauch, Svenja Huth und Tabea Kemme - Foto: Uta Zorn
Starke Offensive in Potsdam: Felicitas Rauch, Svenja Huth und Tabea Kemme – Foto: Uta Zorn

TSG Hoffenheim – Turbine Potsdam 0:3

Die letzte Saison abhaken, die Olympiafahrerinnen schnell ins Team integrieren und gut in die Liga starten war das Ziel vom neuen Trainer Matthias Rudolf in Potsdam. Felicitas Rauch übernahm die Kapitänsbinde von der verletzten Lia Wälti und bildete zusammen mit Elise Kellond-Knight und den Neuzugängen Sarah Zadrazil und Eseosa Aigbogun ein gut funktionierendes Mittelfeld um die Sturmspitzen Tabea Kemme (!) und Svenja Huth in Szene zu setzen. Die Turbinen bestimmten das Spiel, kamen aber ersten im zweiten Durchgang zu zählbarem: 51. Minute: Ecke Svenja Huth, Tor Tabea Kemme; 64 Minute: Vorlage Huth, Tor Felicitas Rauch; 83 Minute: Flanke Draws, Kopfball Kemme – Tor, 3:0 Endstand. Ein Traumstart für die Turbinen und für die Neu-Stürmerin Tabea Kemme. Den Gastgeberinnen aus Hoffenheim fehlten die Antworten und mussten sich wieder mal geschlagen geben.

Bayer Leverkusen – USV Jena 0:2

Doppeltorschützin Luci Vonkova sowie Neuzugang Patricia Hanebeck waren die auffälligsten Spielerinnen bei Jenas 2:0-Sieg in Leverkusen. Ein gelungener Einstand für Christian Franz-Pohlman auf der Jenaer Bank. Kollege Thomas Obliers wird seine Leverkusenerinnen auf den Abstiegskampf eingestimmt haben und hofft am kommenden Spieltag wieder auf Kapitänin Annike Krahn zurückgreifen zu können.

Mandy Islacker erzielte einen Hattrick gegen Gladbach - Foto: Uta Zorn
Mandy Islacker erzielte einen Hattrick gegen Gladbach – Foto: Uta Zorn

FFC Frankfurt – Borussia Mönchengladbach 8:0

Aufsteiger Borussia Mönchengladbach musste zum Bundesliga-Debüt zum FFC Frankfurt und die Frankfurterinnen zeigten kein Erbarmen mit dem Liganeuling. Mit 8:0 schickten sie die Gladbacherinnen wieder nach Hause. Mandy Islacker, vor Anpfiff noch als Torschützenkönigin der vergangenen Saison geehrt traf gleich dreimal (1′, 17′ und 45′). Die weiteren Treffer erzielten: Sophie Schmidt (6′), Ana-Maria Crnogorcevic (35′, 65′), Martih Prießen (71′) und Lise Munk (78′). Frankfurt ist damit an der Tabellenspitze, gefolgt von Essen, Potsdam und Jena.

Am kommenden Samstag, live um 14.00 Uhr bei Sport1, kommt es damit zum Spitzenduell zwischen Turbine Potsdam und dem FFC Frankfurt.

Titelfoto: Hasret Kayikci erzielte den 1:1 Ausgleich für den SC Freiburg in München - Foto: Uta Zorn

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