Da waren’s nur noch 16

Die Vorrunde der Frauenfußball-WM ist vorbei, Deutschland ist weiter, hat aber mit Schweden den schwersten Achtelfinal-Gegner erwischt. Was sonst noch geschah und ein Ausblick auf die Runde der letzten 16 von unserer L-MAG-Reporterin in Kanada.
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Wenigstens etwas von der WM mitgenommen… Trikottausch Verónica Bouqete (Spanien, l.) und Shirley Cruz (Costa Rica). Foto: Uta Zorn

24 Teams zeigten in den 36 Partien der Vorrunde ihr Können und schossen 107 Tore. So manche Favoriten kamen schwer in das Turnier, die Neulinge bestanden ihre Aufgabe, und Überraschungen gab es auch.

Direkt für das Achtelfinale qualifizierten sich die beiden Besten jeder Gruppe: Kanada und China setzen sich in Gruppe A durch, Deutschland und Norwegen dominierten die Gruppe B, in Gruppe C gewann souverän Japan gefolgt von Kamerun. Die so genannte Todesgruppe D hatte es tatsächlich in sich: Die USA mühte sich zum Gruppensieg, Australien überraschte und verwies Schweden auf den dritten Platz. Brasilien spazierte in Gruppe E zum Gruppensieg, Südkorea erreichte völlig unerwartet den zweiten Platz. Und in Gruppe F belegten Frankreich und England die ersten beiden Plätze. Damit haben wir die ersten 12 Teams für das Achtelfinale.

Selfie mit Fans: die kolumbianischen Spielerinnen Daniela Montoya (l.) und Mildrey Pineda - Foto: Uta Zorn
Selfie mit Fans: die kolumbianischen Spielerinnen Daniela Montoya (l.) und Mildrey Pineda – Foto: Uta Zorn

Nun zum Novum dieser WM. Die besten vier der sechs Drittplatzierten dürfen auch in die Finalrunde. Kolumbien war nicht zuletzt durch den Überraschungssieg gegen Frankreich sicher weiter. Auch Holland und die Schweiz sicherten sich die Finalrunde durch ein sehr positives Torkonto. Am längsten zittern mussten die Schwedinnen, deren Weiterkommen vom letzten Spieltages abhing. Dreimal Unentschieden und damit ein ausgeglichenes Torverhältnis sorgten dafür, dass die im Vorfeld hoch gehandelten Schwedinnen noch gerade so in die Finalrunde rutschten. Von den Favoriten hat Deutschland mit Schweden den wohl schwersten Gegner erwischt. In diesem Jahr trafen sich die Mannschaften bereits zwei Mal. In der Vorrunde des Algarve Cup gewannen die Schwedinnen mit 4:2.

Im Spiel um den dritten Platz allerdings siegte die DFB-Elf mit 2:1. Verabschieden müssen wir uns jetzt von Nigeria, Neuseeland, Thailand, Elfenbeinküste, Ecuador, Mexico und mit Spanien und Costa Rica leider auch von Verónica Boquete und Shirley Cruz (s. Foto oben). Veró sehen wir aber weiterhin in der Bundesliga: sie wechselt zur kommenden Saison vom FFC Frankfurt zum FC Bayern München.

Bremsspuren im Spiel Deutschland - Elfenbeinküste - Foto: Uta Zorn
Bremsspuren im Spiel Deutschland – Elfenbeinküste – Foto: Uta Zorn

Am Samstag in Ottawa eröffnet das deutsche Team gegen Schweden die Finalrunde (ARD, 22 Uhr), danach folgt China gegen Kamerun (ARD, 1:30 Uhr). Am Sonntag heißen die Partien Brasilien vs. Australien (zdfsport.de, 19.00 Uhr), Frankreich vs. Südkorea (ZDF, 22.00 Uhr) und Kanada vs. Schweiz (ZDF, 1.30 Uhr). Und am Montag spielen Norwegen gegen England (ARD, 23.00 Uhr) und in der Nacht auf Dienstag USA vs. Kolumbien (ARD, 2.00 Uhr) und Japan vs. Niederlande folgt am Dienstag (ZDF, 4.00 Uhr). Wir sind gespannt, wie es für das deutsche Team am Samstag ausgeht! Lest am Sonntag hier unseren Spielbericht und für die WM-Häppchen zwischendurch: folgt unserer L-MAG-Reporterin auf Twitter.

Zuerst veröffentlicht am 21.06.2015 von L.MAG – Das Magazin für Lesben 
http://www.l-mag.de/news-1010/da-warens-nur-noch-16.html

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