München schlägt Wolfsburg und rückt auf

Bayern München hat das Topspiel des 14. Spieltags der Bundesliga mit 4:2 gegen Wolfsburg gewonnen. Der Klassiker zwischen Frankfurt und Potsdam endet Unentschieden, wie auch die Partie Essen gegen Hoffenheim. Bremen gelingt der Befreiungsschlag im Abstiegskampf gegen Duisburg, Freiburg und Sand gewinnen souverän gegen Leverkusen und Mönchengladbach.

Der Titelkampf in der Liga ist wieder offen. München gelingt die Revanche für die 6:0-Hinspielniederlage und gewinnt die hochklassige und spannende Begegnung gegen den Tabellenführer aus Wolfsburg mit 4:2. Carina Wenninger (20′) und Gina Lewandowski (40′) erzielten die Treffer für die verdiente Halbzeitführung der Gastgeberinnen. Die Wolfsburgerinnen verschliefen den ersten Durchgang, konnten sich aber steigern. In der 64. Minute fiel das glückliche 3:0 für München durch eine Eigentorkombination von Babette Peter und Nilla Fischer, dann drehte Wolfsburg auf. Fischer köpfte den Anschlusstreffer (71′) zum 1:3 und Ewa Pajor (77′) legte nach zum 2:3. Wolfsburg drückte und der Ausgleich lag in der Luft. Manuela Zinsberger im Tor der Bayern rettet mehrfach mit exzellenten Paraden. Ein Konter über Sydney Lohmann, die mustergültig Fridolina Rolfö bediente, brachte in der ersten Minute der Nachspielzeit die Entscheidung. München gewinnt verdient den Nord-Süd-Gipfel mit 4:2 und liegt nun punktgleich mit Wolfsburg auf dem zweiten Platz der Tabelle. Bislang waren die Zuschauerzahlen in München unterdurchschnittlich, das Topspiel verfolgten aber 2.155 Zuschauer – das war der Spitzenwert an diesem Spieltag.

Auch der Klassiker zwischen Frankfurt und Potsdam war ein Zuschauermagnet: 1.780 Zuschauer kamen ins Stadion am Brentanobad. Die Gäste aus Postdam begannen dominant und gingen in der 13. Minute durch Rahel Kiwic in Führung. Nur zwei Minuten später gelang Marith Prießen der Ausgleich. Felicitas Rauch verwandelte sicher einen Handelfmeter in der 26. Minute zur erneuten Führung der Turbinen. Nachdem Viktoria Schwalm in der 68. Minute zum 3:1 für die Potsdamerinnen erhöhte, drehten die Frankfurterinnen auf: Geraldine Reuteler (72′) und die kurz zuvor eingewechselte Shekira Martinez (86′) trafen zum 3:3-Endstand. Potsdam liegt nun mit sieben Punkten Abstand auf Rang drei und dürfte sich aus dem Kampf um den zweiten Platz und damit der direkten Qualifikation für die Champions League verabschiedet haben. Es sei denn Wolfsburg gewinnt den Titel, dann bekommt auch das drittplatzierte Team eine Startberechtigung in der Königinnenklasse.

Im Stadion in Essen kam es ebenfalls zu einem Unentschieden. Die Gäste aus Hoffenheim gingen durch die Treffer von Nicole Billa (12′ Elfmeter) und Maximiliane Rall (53′) in Führung. Die Essenerinnen Marina Hegering (63′) und Ramona Petzelberger (74′) konnten ausgleichen und so wurden die Punkte geteilt. Essen bleibt auf dem vierten Tabellenplatz gefolgt von Hoffenheim. Der SC Freiburg konnte gegen Leverkusen sein Torverhältnis verbessern und schickte die Gäste mit sechs Toren wieder nach Hause. Die Tore erzielten Sharon Beck (12′, 62′), Sandra Starke (28′), Desiree van Lunteren (30′), Carolin Schiewe (72′) und Giulia Gwinn (80′). Mönchengladbach ist und bleibt nicht nur das Schlusslicht der Liga, sie haben auch den schlechtesten Zuschauerzuspruch. 165 Zuschauer sahen die 1:4-Niederlage gegen den SC Sand. Für Sand trafen Jana Vojtekova (19′), Nina Burger (23′), Milena Nikolic (39′) und Anne van Bonn (90’+1). Den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer erzielte Valentina Oppedisano in der 50. Minute.

Werder Bremen gelingt der erhoffte Befreiungsschlag im Abstiegskampf und gewinnt die Partie gegen den MSV Duisburg mit 5:0. Schon zur Pause führten die Bremerinnen durch die Tore von Katharina Schiechtl (32′) und Julia Kofler (45’+1) mit 2:0. Die im Winter verpflichtete Sofia Nati traf bei ihrem Debüt gleich doppelt (50′, 83′). Lisa-Marie Scholz trug sich in der 65. Minute in die Torschützinnenliste ein. Bremen klettert auf den 10. Platz, zwar punktgleich mit Leverkusen aber mit dem deutlich besseren Torverhältnis. Duisburg liegt mit einem Punkt mehr auf dem 9. Platz.

Der 15. Spieltag wird am 23. und 24. Februar ausgespielt.

Titelfoto: Manuela Zinsberger sicherte durch ihre Paraden die drei Punkte der Münchenerinnen gegen Wolfsburg - Foto: Uta Zorn

 

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