SheBelieves Cup: 1:0-Niederlage gegen die USA

Die deutsche Nationalmannschaft hat das Auftaktspiel des SheBelieves Cups gegen die USA knapp mit 1:0 verloren. Über 14.000 Zuschauer sahen das von Regen, heftigen Sturmböen und Schnee geprägte Spiel. Megan Rapinoe erzielte mit Rückenwind den einzigen Treffer der Begegnung. Zuvor gewannen die Engländerinnen ihr erstes Spiel gegen Frankreich souverän mit 4:1.

Es war kalt und stürmisch in Columbus, doch die von Steffi Jones taktisch gut aufgestellte Auswahl legte einen guten Start hin und war im ersten Durchgang spielerisch etwas besser. Vor Almuth Schult im Tor verteidigten innen Babett Peter und Kathy Hendrich außen. Erstmals auf der Sechs agierte Tabea Kemme neben Sara Däbritz, offensiv flankiert durch Linda Dallmann und Kapitänin Dzsenifer Marozsan. Im Sturm spielten Alex Popp und Svenja Huth. Trotz des heftigen Gegenwindes lief der Ball gut, einige Kombinationen sahen viel versprechend aus, doch leider fehlte ein überzeugender Torabschluss. Der gelang in der 17. Minute Megan Rapinoe: Ein weiter Abschlag mit Rückenwind, eine glückliche Kopfballverlängerung von Alex Morgan, Rapinoe schaltete am schnellsten und ließ Almuth Schult keine Chance. Anfangs der zweiten Hälfte schien das DFB-Team den Faden verloren zu haben, sie kamen lange nicht in die gegnerische Hälfte. Erst gegen Ende und nach den Einwechslungen von Lina Magull und Hasret Kayikci kamen die Deutschen wieder vor das amerikanische Tor – doch leider ohne zählbares.

Ein Wort zu Tabea Kemme: Als Stürmerin ausgebildet, spielte sie im Nationalteam lange in der rechten Verteidigung. In der letzten Zeit war sie in der Offensive zu finden und auch bei ihrem Verein Turbine Potsdam für die Tore zuständig. Gestern begann sie zunächst im defensiven Mittelfeld, ging kurzfristig in die Innenverteidigung als Babett Peter an der Seitenlinie behandelt wurde und wechselte schließlich auf die Position von Leonie Maier in der rechten Verteidigung. Trotz der Niederlage ein auf allen Positionen überzeugender Auftritt von Tabea Kemme.

Am Sonntag geht es hoffentlich mit der gleichen taktischen Aufstellung aber mit besseren Wetterbedingungen gegen England. Anpfiff ist um 21 Uhr, live auf Sport1 zu verfolgen. Die USA spielt um 18 Uhr gegen Frankreich.

Titelfoto: Tabea Kemme überzeugt auf allen Positionen - Foto: Uta Zorn

 

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