Leverkusen gerettet, Tränen in Bremen, Meisterfeier in Wolfsburg

Das Abstiegsfernduell hat Bayer 04 Leverkusen gewonnen. Mit einem Sieg gegen die SGS Essen schaffen die Leverkusenerinnen in letzter Sekunde den Klassenerhalt und schicken Werder Bremen in Liga Zwei. Frankfurt gewinnt gegen Duisburg, München gegen Gladbach, Sand und Hoffenheim trennen sich Unentschieden und Wolfsburg versüßt sich die Meisterfeierlichkeiten mit einem 2:0 gegen Turbine Potsdam.

MVT mit Schiedsrichterin Marina Wozniak – Foto: Uta Zorn

Werder Bremen holte Freiburg einen Punkt, der lange zum Klassenerhalt reichen sollte. Selina Cerci brachte die Gäste schon in der 9. Minute in Führung, Klara Bühl glich in der 41. Minute aus. Doch Leverkusen machte den Bremerinnen einen Strich durch die Rechnung. Essen ging in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durch Lena Oberdorf in Führung, aber die Leverkusenerinnen gaben sich nicht auf und drehten die Partie. Henriette Csiszar sorgte mit einem Doppelpack (71′, 81′) für den Ligaverbleib ihres Teams. Bremen konnte sich für die tolle Rückrunde nicht belohnen und steigt ab.

Svenja Huth im Laufduell mit Ewa Pajor – Foto: Uta Zorn

In Sand sah es lange nach einem Sieg der Hoffenheimerinnen aus. Die Gäste gingen durch Tabea Waßmuth (30′, 34′) mit einem Doppelpack in Führung, doch Diane Caldwell (67′) und Isabelle Meyer (81′) trafen zur Punkteteilung. Hoffenheim beendet sie Saison auf Platz sechs, Sand auf dem achten Platz. Frankfurt hingegen sichert sich den fünften Tabellenplatz durch zwei Treffer von Laura Freigang (7′) und Tanja Pawollek (24′) gegen den MSV Duisburg. Vizemeister Bayern München gewinnt gegen Mönchengladbach mit 5:0. Die Tore schossen Sara Däbritz (40′), Jovanna Damnjanovic (70′, 90′), Lina Magull (84′), und Jill Roord (87′).

Nilla Fischer mit ihrem Sohn Neo – Foto: Uta Zorn
Lara Dickenmann duscht Alex Popp – Foto: Uta Zorn

In Wolfsburg sahen 3.400 Zuschauer in der ersten Hälfte eine ausgeglichene Begegnung, die Turbinen aus Potsdam standen gut in der Abwehr. In der zweiten Hälfte sorgten Pernille Harder (55′) und die eingewechselte Ewa Pajor mit ihrem 24. Saisontreffer für den 2:0-Endstand. Pajor ist Torschützenkönig dieser Saison, ihr folgen Kollegin Pernille Harder (18 Tore) und die Essenerin Lea Schüller (14 Tore). Potsdam bleibt dennoch auf dem dritten Tabellenplatz, ein Punkt vor Essen. Zur Meisterfeier kam auch die gut gelaunte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg. Nilla Fischer, die nach sechs Jahren Wolfsburg und die Liga verlässt, lief mit ihrem Sohn Neo auf und bekam eine würdige Verabschiedung. Nilla geht zusammen mit ihrer Frau zurück nach Linkköping. Für eine Überraschung bei der anschließenden sorgte Lara Dickenmann, statt Bierdusche für den Trainer erwischte sie meisterhaft Alex Popp.

Deutsche Meisterinnen 2019: VfL Wolfsburg – Foto: Uta Zorn

Herzlichen Glückwunsch an die Wölfinnen zur fünften Meisterschaft. Alles Gute für Nilla Fischer und all die anderen Spielerinnen, die die Liga verlassen. Auf Wiedersehen Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach. Herzlich Willkommen den Aufsteigerinnen aus Köln. Allen Nationalspielerinnen eine erfolgreiche Weltmeisterschaft in Frankreich. Die neue Saison beginnt am 17. August 2019.

Titelfoto: Nilla Fischer bekommt die Meisterschale von DFB-Vizepräsidentin Hanelore Ratzeburg - Foto: Uta Zorn
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